Fugen im Badezimmer richtig reinigen und vor Verfärbungen schützen
Fugen im Badezimmer sind ständig Feuchtigkeit, Seifenresten und Kalk ausgesetzt. Genau diese Mischung sorgt dafür, dass sich mit der Zeit ein grauer bis schwarzer Belag bildet, der sich mit gewöhnlichem Badreiniger kaum noch entfernen lässt. Wer regelmäßig reinigt, bevor die Verschmutzung tief in die Fugen eindringt, spart sich später viel Arbeit und teure Reparaturen. Entscheidend ist dabei nicht die Menge des Reinigungsmittels, sondern die Wahl der richtigen Methode und die Häufigkeit der Anwendung.
Für die laufende Pflege reicht meist ein weicher Schwamm, lauwarmes Wasser und ein pH-neutraler Reiniger. Aggressive Säuren oder chlorhaltige Mittel greifen auf Dauer die Silikonfugen und die Zementfugen an, wodurch die Oberfläche porös wird und Schmutz noch leichter haften bleibt. Bei leichten Verfärbungen hilft eine Paste aus Natron und Wasser, die man zehn bis fünfzehn Minuten einwirken lässt und anschließend mit einer alten Zahnbürste in die Fugen einarbeitet. Wer hartnäckige, bereits tief sitzende Verfärbungen hat, kann sich überlegen, verfärbte Zementfugen aufzufrischen, statt sofort alle Fugen neu zu verfugen – das spart Zeit, Material und Geld.
Vorbeugung ist wirksamer als jede noch so gründliche Reinigung. Nach dem Duschen sollten die Wände kurz abgezogen und das Fenster oder die Lüftung für einige Minuten geöffnet werden, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Silikonfugen lassen sich einmal im Monat mit einem dünnen Film aus Silikonöl behandeln, wodurch Wasser abperlt und Schimmel kaum eine Chance hat. Auch die Wahl des Duschmittels spielt eine Rolle: Rückfettende Produkte hinterlassen weniger Rückstände als stark parfümierte Gele. Wer diese einfachen Maßnahmen in den Alltag einbaut, verlängert die Lebensdauer der Fugen erheblich.
Wenn die Fugen trotz aller Pflege dunkel bleiben oder sich Risse zeigen, ist eine Sanierung unumgänglich. In diesem Fall sollten alte Silikonreste vollständig entfernt, die Fugen gründlich getrocknet und anschließend neu versiegelt werden. Bei Zementfugen kann oft eine Reinigung mit speziellen Fugenreinigern ausreichen, bevor man über einen kompletten Austausch nachdenkt. Wichtig ist, dass die Fugen nach der Behandlung mindestens 24 Stunden trocknen können, bevor das Badezimmer wieder normal genutzt wird.