Ordnung im Esszimmer: Tische schnell abräumen und verräumen
Ein gedeckter Tisch nach dem Essen ist selten ein erfreulicher Anblick. Teller mit Resten, benutzte Servietten, Gläser mit Fingerabdrücken und Besteck, das kreuz und quer liegt. Wer regelmäßig Gäste hat oder mit einer großen Familie isst, kennt das Problem: Das Abräumen dauert oft länger als das Essen selbst. Dabei lässt sich der ganze Vorgang mit ein paar Routinen erheblich beschleunigen. Entscheidend ist nicht, wie schnell man greift, sondern wie klar die Wege sind, die Geschirr, Gläser und Wäsche zurücklegen.
Der erste Schritt beginnt bereits vor dem Essen. Wer beim Tischdecken darauf achtet, dass alles, was später wieder weg muss, in einer sinnvollen Reihenfolge steht, spart sich später das Hin- und Herlaufen. Teller stapeln sich leichter, wenn sie nicht über den ganzen Tisch verteilt sind. Gläser gehören in Trauben, nicht einzeln zwischen die Teller. Und Servietten, die ohnehin nur einmal benutzt werden, können direkt neben dem Teller liegen, statt dekorativ gefaltet in der Mitte zu stehen. Wer zusätzlich Stauraum für Tischwäsche und Besteck sinnvoll aufteilt, hat beim Abräumen freie Flächen und muss nicht erst Schubladen umräumen, bevor der erste Stapel Teller abgesetzt werden kann.
Beim Abräumen selbst hilft ein fester Ablauf. Zuerst werden die Gläser eingesammelt, weil sie am wenigsten Platz brauchen und am schnellsten umkippen. Danach folgt das Besteck, das in einem einzigen Behälter gesammelt wird, nicht in mehreren kleinen Schälchen. Erst zum Schluss kommen Teller und Schüsseln, und zwar gestapelt nach Größe. Wer diese Reihenfolge einhält, läuft nur einmal um den Tisch und nicht dreimal. Wichtig ist außerdem, dass alle Helfer dieselbe Reihenfolge kennen. Ein kurzes „Gläser zuerst, dann Besteck" reicht oft aus, damit zwei Personen parallel arbeiten können, ohne sich gegenseitig in die Quere zu kommen.
Beim Verräumen entscheidet die Nähe zum Esstisch. Geschirr, das täglich gebraucht wird, gehört in Reichweite, nicht in den hintersten Schrank. Tischwäsche sollte nach Größe sortiert liegen, damit beim nächsten Decken nicht gesucht werden muss. Und wer regelmäßig größere Runden bewirtet, hält eine separate Kiste oder Schublade für Servietten, Platzkarten und Kerzen bereit. So wird aus dem Abräumen kein Kraftakt, sondern eine kurze Routine, die nach dem Essen in wenigen Minuten erledigt ist.